Bestmögliche und flächendeckende Versorgung mit Hebammen gewährleisten

22.08.2017

In der aktuellen Legislaturperiode hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mehrere Maßnahmen zur Sicherung der flächendeckenden Hebammenversorgung durchgesetzt. Aufgrund der weiter steigenden Haftpflichtprämien sieht der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther jedoch weiteren Handlungsbedarf. 

„Anfang 2014 war der Beruf der Hebamme stark bedroht, denn dem rasanten Anstieg der Prämien für die notwendige Berufshaftpflichtversicherung stand keine adäquate Erhöhung der Hebammenvergütung gegen. Zudem stellte Anfang 2014 das Versicherungskonsortium die Fortführung der Versicherungsverträge im Bereich der Geburtshilfe in Frage, was das „Aus“ für den Berufstand bedeutet hätte“, erinnert sich der Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther.

„Um dieser negativen Entwicklung gegen zu steuern, haben wir mit einer Reihe von Maßnahmen wesentliche Verbesserungen durchgesetzt. Zum 1. April 2014 wurden für Hebammen, die nur wenige Geburten im Jahr betreuen, zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt. Die zum 1. Juli 2014 erfolgten Prämiensteigerungen für die Berufshaftpflichtversicherung der Hebammen mit Geburtshilfe wurden mit insgesamt 2,6 Mio. Euro ausgeglichen. Außerdem erhalten Hebammen, die Leistungen der Geburtshilfe erbringen und die notwendigen Qualitätsanforderungen erfüllen, seit 1. Juli 2015 auf Antrag einen Sicherstellungszuschlag“, fasst der Bundestagsabgeordnete zusammen.

„Für die Versorgung von Schwangeren, Müttern, Babys und Familien sind Hebammen unverzichtbar. Wir begrüßen es sehr, dass auf Initiative der Unionsfraktion und unseres Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther in dieser Legislatur nicht nur Maßnahmen für eine finanzielle Entlastung derHebammen ergriffen wurden, sondern auch wichtiges für Familien getan wurde. Mit dem Präventionsgesetz können Familien, die Leistungen der Hebammenhilfe im Hinblick auf die Wochenbettbetreuung zukünftig 12 Wochen statt wie bisher nur 8 Wochen nach der Geburt in Anspruch zu nehmen“, betont Rahsan Dogan, Vorsitzende der Frauen Union Karlsruhe.

Trotz aller erreichter Fortschritte, sieht Ingo Wellenreuther das Thema auch in der kommenden Legislaturperiode wieder auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages: „Obwohl wir mit dem Versorgungsstärkungsgesetz ab 2016 sogar festgelegt haben, dass Kranken- und Pflegekassen künftig darauf verzichten müssen, Regressforderungen gegenüber freiberuflichen Hebammen zu erheben, steigt die Prämie der einzigen für Hebammen in Deutschland verfügbare Gruppenhaftpflichtversicherung weiter. Von mittlerweile 7.639 Euro jährlich auf 9.098 Euro im Jahr 2020.“ „So kann und darf es nicht weitergehen! Als Union steht für uns der Schutz der Familie an oberster Stelle. Daher will ich mich in der kommenden Legislaturperiode dafür einsetzen, dass das Problem ein für alle Mal gelöst wird, damit eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe sichergestellt und die Möglichkeit zur freien Wahl des Geburtsortes gewährleistet wird“, erklärt Wellenreuther abschließend.