Novellierung der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung: Wellenreuther begrüßt Änderungen

26.01.2017

Der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther begrüßt den heutigen Beschluss des Deutschen Bundestages zur Novellierung der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung (SALVO), der auf eine Verordnung der Bundesregierung zurückgeht.

„Die Änderungen ermöglichen den Vereinen eine erweiterte Nutzungsmöglichkeit ihrer Anlagen. Gleichzeitig werden aber auch die Interessen der Anwohner geschützt. Auch Vereine in Karlsruhe profitieren hiervon unmittelbar“, so Wellenreuther, der auch Mitglied des Sportausschusses des Deutschen Bundestages ist.

Kernpunkt der neuen Verordnung ist die Erhöhung der Immissionsrichtwerte um 5 Dezibel während der abendlichen Ruhezeiten zwischen 20 und 22 Uhr sowie der sonn- und feiertäglichen Ruhezeiten zwischen 13 und 15 Uhr. Somit werden die Richtwerte an die tagsüber geltenden Werte angepasst. Durch diese Erhöhung können Sportanlagen künftig vermehrt genutzt werden, ohne dass die Richtwerte überschritten werden.

Die Änderung der Lärmschutzverordnung versucht gewandelten Lebensabläufen Rechnung zu tragen sowie einer vielerorts notwendigen Nahverdichtung keine weiteren Steine in den Weg zu legen. So ermöglicht die neue Verordnung durch die Anhebung der Immissionsrichtwerte eine zeitlich dreifach längere Nutzung der Sportanlagen, gleichzeitig kann die Wohnbebauung um die Hälfte näher als bisher an die Sportanlagen heranrücken. Alte Sportanlagen werden durch einen Altanlagenbonus geschützt, auch hier kann die Wohnbebauung künftig näher heranrücken.

„Die Erhöhung der Immissionsrichtwerte um 5 Dezibel für die abendlichen Ruhezeiten, sowie für die sonn- und feiertäglichen Ruhezeiten ist angemessen. Sie ermöglicht zum einen den Vereinen ihre Sportanlagen effektiver und umfangreicher als bisher nutzen zu können. Zum anderen werden angrenzende Anwohner während dieser Zeiten nicht übermäßig belastet, denn an den grundsätzlichen Ruhezeiten ändert sich nichts“, erklärt Wellenreuther.

„Bei Einführung der Lärmschutzverordnung gab es weder eine Sommerzeit, noch Ganztagsschulen und auch keine großen Probleme auf dem Wohnungsmarkt. Dies alles hat zu veränderten Nutzungsgewohnheiten von Sportlern auf Sportanlagen einerseits, sowie einer größeren Lärmproblematik andererseits geführt. Die neue Verordnung ist daher ein guter und notwendiger Kompromiss“, meint Wellenreuther abschließend.