Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" für Kinder: Zwei Milliarden Euro und vier starke Säulen

18.05.2021

Mit einem Aktionsprogramm von zwei Milliarden Euro unterstützt die Bundesregierung Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie. Ziel ist insbesondere, Lernrückstände abzubauen, die frühkindliche Bildung zu stärken sowie Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote zu fördern.

"Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie nicht den Anschluss verlieren. Sie verdienen bestmögliche Chancen auf gute Bildung und persönliche Entwicklung. Deshalb gilt es, Lernrückstände abzubauen, mit Ferienfreizeiten soziale Kompetenzen zu stärken und Kinder gerade aus bedürftigen Familien zu unterstützen", erklärt der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther.

Das Aufholpaket besteht aus vier starken Säulen:

1. Kein Kind bleibt zurück: Verpassten Schulstoff aufholen
• Mit rund 1 Milliarde Euro unterstützen wir zusätzliche Förderangebote zum Abbau pandemiebedingter Lernrückstände in den Bundesländern.
• Mehr Mittel gibt’s zudem für Sommercamps und Lernwerkstätten. Und nach den Ferien mehr Geld für Fördermaßnahmen in den Kernfächern wie etwa Deutsch, Mathe und Fremdsprachen.

2. Je früher, desto besser: Frühkindliche Bildung fördern
• Weitere 100 Millionen Euro fließen in die frühkindliche Bildung. Bundesweit werden davon unter anderem 1.000 zusätzliche Sprach-Kitas profitieren.
• Um mehr junge Familien zu erreichen, bauen wir mit 50 Millionen Euro Angebote wie Elternkurse zur Sprach- oder Ernährungsbildung für belastete Familien mit Kindern unter drei Jahren aus.

3. Sport, Spaß, soziale Kontakte: Ferienfreizeit und außerschulische Angebote
• 530 Millionen Euro fließen in die Jugendarbeit im Sport, in Ausflüge, Ferienfreizeiten, außerschulische Angebote und Mehrgenerationenhäuser.
• Wir sorgen dafür, dass Vereine vor Ort mehr Geld bekommen. Das Engagement in Vereinen, Initiativen und anderen ehrenamtlichen Strukturen ist jetzt besonders wichtig.
• Kindern aus bedürftigen Familien greifen wir gezielt mit einem Kinderfreizeitbonus von je 100 Euro unter die Arme.

4. Sicher durch die Krise: Kinder und Jugendliche begleiten und unterstützen
• 320 Millionen Euro fließen für zusätzliche Mentoren bei der Lernförderung, Sozialarbeit- und Freiwilligendienstleistende in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Mit dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ ist der Startschuss für die Aufholjagd bei pandemiebedingten Lernrückständen gegeben. Insgesamt greift die Bundesregierung den Bundesländern dabei mit rund zwei Milliarden Euro in den Jahren 2021 und 2022 unter die Arme.

Bild: Pixabay