Ausbau/Neubau Güterverkehrsstrecke Mannheim – Karlsruhe: Wellenreuther beharrt auf verträglicher Lösung für Hagsfeld/Rintheim

18.06.2021

Auf Einladung des Karlsruher Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther fand am heutigen Donnerstag eine Besichtigung am Bahnhof Hagsfeld mit Staatssekretär Steffen Bilger aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur statt. Mit dabei waren der Landtagsabgeordnete Ansgar Mayr, Bürgermeister Fluhrer, Stadträtin Dr. Dogan sowie Vertreter der Bürgervereine und der Landesvereinigung Baden in Europa e.V..

In seiner Einführungsrede berichtete Wellenreuther, dass die Deutsche Bahn erfreulicherweise wie angekündigt seit Anfang diesen Jahres ein breites Bürgerbeteiligungsverfahren gestartet hat, um die verträglichste Trassenführung für einen dringend notwendigen Ausbau der Güterverkehre auf der Schiene zwischen Mannheim und Karlsruhe zu realisieren.
Wellenreuther betonte, dass die räumliche Situation mit der Engstelle bei Hagsfeld und Rintheim einen oberirdischen Ausbau der Gleise nicht zulasse. Er freue sich, dass sich nach Staatssekretär Enak Ferlemann im Jahre 2017 nun auch Staatssekretär Steffen Bilger aus dem Bundesverkehrsministerium vor Ort in Karlsruhe von der Engstelle bei Hagsfeld und Rintheim überzeugen und die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen konnte.

Staatssekretär Bilger bestätigte, dass Tunnellösungen bei Hagsfeld und Rintheim diskutiert würden, ebenso eine Linienführung entlang der Autobahn A5. Noch befinde sich aber alles in Planungs- bzw. Anhörungsverfahren. Die  räumlich enge Situation in Hagsfeld sehe er auch als sehr problematisch an und erkenne, dass die Situation bereits jetzt für die Anwohner sehr belastend sei. Er sei dankbar, dass er von MdB Wellenreuther die Gelegenheit bekommen habe, die Eindrücke persönlich zu erleben und sich direkt mit den Bürgern auszutauschen.

Hintergrund:
Das sogenannte Dialogforum der Deutschen Bahn hat seit Januar 2021 bereits dreimal getagt. Zudem haben zwei Workshops stattgefunden. Die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium legen zunächst den Suchraum und die Grobkorridore fest, in denen Linienvorschläge für die Trassenführung der Ausbau-/Neubaustrecken zwischen Mannheim und Karlsruhe gemacht werden. Unterschiedliche Varianten werden dabei untersucht, optimiert und miteinander verglichen, bis es zu einer Vorzugsvariante kommen soll, die dann zum Schluss im Jahre 2023 in einer Antragsvariante münden soll. Das Ziel ist, für die Zukunft eine ausreichende Trassenkapazität für den ständig zunehmenden Güterverkehr auf der Schiene zu erreichen und dabei die räumlichen Hinweise und die Schutzinteressen von Mensch und Natur angemessen zu berücksichtigen.