Entscheidung der Regierung zu Moria: Humanitäre Hilfe vor Ort und Aufnahme anerkannter Asylbewerberfamilien ist richtig

18.09.2020

„Deutschland hilft - das entspricht unserer Christenpflicht und auch dem Grundverständnis der deutschen Bevölkerung“, so der Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther.

„Zunächst vor Ort, wo die humanitäre Situation sofort verbessert werden und menschenwürdige Bedingungen geschaffen werden müssen, durch die deutsche Unterstützung der griechischen Regierung mit viel Geld, Material (Betten, Decken und Zelten) und dem persönlichen Einsatz von Deutschem Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk.Daneben hilft Deutschland auch dadurch, dass Familien nach Deutschland geholt werden, aber nur solche, die bereits als Asylbewerber anerkannt sind. Alles andere wäre unverantwortlich und würde sowohl die angestrebte europäische Lösung in der Asylfrage endgültig verhindern als auch keine Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung finden, die zu Recht eine grenzenlose Zuwanderung nicht will.

Diejenigen, die alle Asylbewerber und Flüchtlinge von den griechischen Inseln nach Deutschland holen wollen, - sogar solche, die bereits abgelehnt wurden oder gar solche, die die Zelte selbst angezündet haben - wollen im Gegensatz dazu ein anderes Deutschland und wollen insoweit nur ihre Ideologie durchsetzen. Dies wäre rechtswidrig und unverantwortlich“, so MdB Wellenreuther.

„Damit würde faktisch das bestehende Asylrecht abgeschafft und die Situation auf den griechischen Inseln wäre zudem nur kurzfristig entlastet. Dadurch würde sogar eine negative Signalwirkung mit einem riesigen sogenannten Pull-Effekt entstehen, der den Druck der illegalen Zuwanderung und die Situation auf den griechischen Inseln weiter verschärfen würde“, so der Abgeordnete. „Das wäre fatal und verantwortungslose Politik.“

Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde