Frauen Union Karlsruhe und Ingo Wellenreuther MdB: Gleiche Entlohnung bei Verrichtung gleicher Arbeit bleibt das Ziel

15.03.2019

Zum Equal Pay Day 2019 erklären die Kreisvorsitzende der Frauen Union Karlsruhe, Stadträtin Dr. Rahsan Dogan, und der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther:

Im Jahr 2018 hat sich am Lohngefälle zwischen Männern und Frauen leider nichts verändert: Wie das Statistische Bundesamt zum Equal Pay Day am 18. März mitteilt, erzielten Frauen branchenübergreifend einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 17,09 Euro und damit 21 % weniger als Männer 21,60 Euro.

Rund drei Viertel des Verdienstunterschiedes ist strukturbedingt, da Frauen immer noch häufiger in Branchen oder Berufen arbeiten, in denen ein niedriger Lohn bezahlt wird. Aufgrund familiärer Verpflichtungen arbeiten sie auch häufiger als Männer in Teilzeit oder Minijobs und verdienen deshalb im Durchschnitt pro Stunde weniger.

Das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds ist jedoch darauf zurückzuführen, dass Frauen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und gleicher Qualifikation pro Stunde etwa 6 % weniger als Männer verdienten.

Dies ist nicht nur in technischen Berufen Realität, sondern auch im akademischen Bereich anzutreffen. Diese Ungleichheit im Lohnniveau spiegelt sich letztlich im Alter auch im Rentenniveau wieder.
„Für uns ist es selbstverständlich, dass Frauen bei Verrichtung gleicher Arbeit den gleichen Lohn wie Männer erhalten sollen. Dies entspricht dem Prinzip der Gleichbehandlung und der Gerechtigkeit. Wir wollen Frauen daher weiter ermutigen, bei Gehaltsverhandlungen selbstbewusst aufzutreten und gleiche Entlohnung einzufordern. Unternehmen müssten viel besser erkennen, welchen Gewinn Arbeitnehmerinnen für ihr Unternehmen bringen. Außerdem müssten Unternehmen schon im Sinne eines guten Betriebsklimas und positiven Images naturgemäß ein Interesse entwickeln, Entgeltdiskriminierung gar nicht erst entstehen zu lassen“, so Dogan und Wellenreuther.