Wellenreuther wirbt für den Deutsch-Französischen Bürgerfonds

09.12.2020

Der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther macht auf die Fördermöglichkeit des deutsch-französischen Bürgerfonds aufmerksam. Der Deutsch-Französische Bürgerfonds finanziert, berät und vernetzt zivilgesellschaftliche Projekte, die die deutsch-französische Freundschaft und Europa erlebbar machen.

Die Einrichtung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds geht auf den im Jahr 2019 zwischen Deutschland und Frankreich geschlossenen Vertrag von Aachen zurück, in dem vereinbart wurde einen gemeinsamen Bürgerfonds einzurichten, „der Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften fördern und unterstützen soll, um ihre beiden Völker einander noch näher zu bringen“.
Ziel ist es, dass sich durch diese Fördermöglichkeit Regionen und Menschen über Grenzen hinweg besser kennenlernen, Freundschaften geschlossen und die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit intensiviert wird.

In der Aufbauphase von drei Jahren wird der Bürgerfonds vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) umgesetzt. Das Jahresbudget von 2,4 Millionen Euro wird von der Bundesregierung und der französischen Regierung zu gleichen Teilen getragen.

Der Bürgerfonds unterstützt Gruppenaustausch- oder Individualprojekte, Veranstaltungen, Forschungsvorhaben oder digitale Projekte von ehrenamtlichen Bürgerinitiativen, Vereinen, Städtepartnerschaften, Wissenschaftlichen Instituten, Bildungs- und Ausbildungszentren, Stiftungen oder informellen Gruppen ab drei Personen. Projekte aus verschiedensten Themenbereichen sind förderfähig und auch vermeintlich „kleinere“ Initiativen können einen finanziellen Zuschuss erhalten. Übernommen werden bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten.

Neben der finanziellen Förderung erhalten Initiativen und Projekte auch kostenlose und unverbindliche Beratungen zur Projektgestaltung oder Budgetplanung durch interkulturelle Trainerinnen und Trainer und 14 Regionale Beraterinnen und Berater in Deutschland und Frankreich. Darüber hinaus wird die Vernetzung zwischen den grenzüberschreitenden Projekten gefördert.

„Es ist gut, dass der Deutsch-Französische Bürgerfonds geschaffen wurde. Gerade für Karlsruhe ist die grenzüberschreitende Kooperation mit Frankreich nicht wegzudenken und extrem wichtig. Die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit kann dadurch noch stärker intensiviert und vernetzt werden. Vor allem in Zeiten von Corona, in denen persönliche Begegnungen mit den französischen Freunden häufig nicht stattfinden können, ist es von besonderer Bedeutung, unsere Partnerschaft trotzdem durch vielfältige gesellschaftliche Initiativen mit Leben zu füllen. Ich würde mich daher sehr darüber freuen, wenn viele Karlsruher Vereine und Initiativen diese Chance nutzen und Zuschüsse beantragen“, erklärt Wellenreuther.

Weitere Informationen zu dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds finden Sie unter: http://www.buergerfonds.eu/.